Das ekstatische Manifest Teil 2: Die ganze Wahrheit

Integrität ist ein ziemlich hoher Wert in meinem Leben. In deinem auch?

Wenn dem so ist, verstehst du, dass ich meinem Selbstanspruch gerecht werden muss und keine Informationen zurückhalten kann, nur um dich in deinem mehr oder weniger behaglich eingerichteten Leben nicht durcheinander zu würfeln.

Aber das würde bedeuten, nicht 100% ehrlich mit dir zu sein. Und das würde meinem Anspruch an mich selbst einfach nicht genügen.

Ich habe mein Herzensprojekt nicht nur auf Grund der Wichtigkeit der Sinne für unser gesamtes Leben die sinnliche Revolution genannt – sondern auch, weil es mir ernst ist mit dieser Revolution!

Aber wofür steht die sinnliche Revolution auf und ein?

Der Schrei

Der höchste Ruf meiner Seele, der mir bei meinem Erwachen offenbart wurde, ist der Wunsch für die Welt und all ihre Wesen – ein für alle Mal – alle Gewalt und alle Kriege zwischen Menschen und gegen die Natur zu beenden! Nicht mehr – und auch nicht weniger!

In mir steckt ein Schrei – tief in mir, gewaltig und laut – und hier in diesem Manifest schreie ich es in die Welt hinaus:

ICH HABE DIE SCHNAUZE VOLL!!!!!

All jene, die dies jetzt lesen und jemals lesen werden, soll dieser Schrei bis in die tiefsten Tiefen ihres Herzens und ihrer Seele treffen und endlich, endlich aus ihrem Schlaf und ihrer Lethargie reißen!

All jene, die in sich, ganz offen und deutlich oder noch tief verborgen – hinter all den Ablenkungen des täglichen Lebens, hinter all den Selbstberuhigungen oder hinter all der Resignation – ebenfalls diesen Schrei in sich spüren, mögen sich dessen JETZT bewusst werden und mit mir schreien

ICH HABE DIE SCHNAUZE VOLL!!!!!

Auch wenn du diesen Schrei (noch) nicht in dir spürst, bitte ich dich, weiter zu lesen, denn die folgenden Informationen sind wichtig für jeden, der verstehen möchte, warum wir uns von unserem grundlegenden, ekstatischen Wesenskern entfernt haben.

Ich bin kein Führer und kein Guru. Alle, die mich kennen, wissen, ich möchte auch keiner sein! Es geht hier nicht um mich. Ich bin lediglich Botin, wie viele andere in dieser Zeit. Es geht hier um DICH – um jeden einzelnen von euch – jeden einzelnen von uns! Wir sitzen alle im selben Boot, oder in diesem Fall, auf dem selben Planeten und teilen die grundlegend gleichen Wünsche und tiefen Sehnsüchte nach Ruhe, Harmonie, Frieden, Sicherheit, Freude, Lebendigkeit, Sinn und Wachstum.

Für jeden mögen diese Worte sich durch anderes konkret füllen, doch im Kern sind es die gleichen Wünsche, die uns als Menschen einen.

Warum leben wir also so entfremdet und so weit entfernt von diesen Wünschen und im permanenten Kriegszustand – im großen wie im kleinen – in unserem Inneren, unseren Familien und der Welt als Ganzes?

Der Kern der Misere

Die meisten Menschen würden wohl zustimmen, dass wir in einer anti-ekstatischen Gesellschaft einen anti-ekstatischen Lebensstil leben, indem wir Jobs machen, die wir hassen, um Dinge zu kaufen, die wir nicht brauchen um damit Menschen zu beeindrucken, die wir nicht mal mögen.

Spätestens in den Dreißigern beginnt für alle der sogenannte „Ernst des Lebens“. Die Familie will ernährt, Haus und Auto abbezahlt und Kinder versorgt werden. Spaß, Vergnügen, Genuss und Lebensfreude werden aufs Wochenende ausgelagert, auf den Urlaub oder gleich auf die Rente.

Eine der wichtigsten Vertreterinnen des modernen Tantra, Margot Anand, nennt den Grund unserer aktuellen Misere punktgenau beim Namen. Sie nennt es:

Die anti-ekstatische Verschwörung

Die anti-ekstatische Verschwörung beraubt uns jedoch nicht nur unserer Lebensfreude. Sie beraubt uns mehr und mehr auch unserer eigenen Lebensgrundlage – einer gesunden Umwelt, Zusammenhalt in den Familien und Sicherheit im eigenen Leben. Das wirklich tragische ist, wir alle sind Teil dieser Verschwörung gegen uns selbst. Wir unterstützen den anti-ekstatischen Lebensentwurf mit Sätzen wie:

  • Nur die Harten kommen in den Garten

  • Reiß dich halt mal zusammen

  • Stell dich nicht so an

  • Von nichts kommt nichts

  • Das Leben ist halt kein Ponyhof

Warum tun wir uns selbst, unseren Kindern und unseren Mitmenschen so etwas an?!

Ganz einfach: Weil wir in die anti-ekstatische Verschwörung hineingeboren wurden!

Wir haben es im wahrsten Sinne des Wortes mit der Muttermilch aufgesogen, denn unsere Eltern, unsere Erzieher, Lehrer und Priester haben es von deren Eltern so gelernt, sowie deren Eltern von deren Eltern und so weiter.

Wir können uns kaum vorstellen, dass es jemals anders war und daher können wir uns ebenso wenig vorstellen, dass es jemals anders sein könnte! Und weil wir uns das nicht vorstellen können, fehlt uns die Motivation, etwas an unserer Situation zu ändern.

Aber es gab eine Zeit, in der es anders war!

Lass mich dir davon berichten.

Eine kurze Geschichte der langen Partnerschaft von Gott und Göttin

Bis ungefähr 2500 vor Christus war der Großteil der Welt von ekstatischen Kulturen bevölkert! (!!!!)

Sie lebten im Einklang mit den natürlichen Zyklen und Rhytmen des Lebens. Sie waren nach dem, wie Riane Eisler es nennt, Partnerschaftsmodell organisiert. Dies bedeutet, Männer und Frauen waren gleichberechtigt. Alle Aspekte des Lebens – Partnerschaft, Familie, Kunst, Kultur, Feste, Handel – waren tief durchdrungen von dem Verständnis einer durch und durch lebendigen Schöpfung. Nichts wurde als reine Materie betrachtet. Nichts wurde als wertlos oder überflüssig betrachtet. Alles in der Schöpfung hatte seinen Wert, seine Bedeutung und seinen Platz.

Frauen, als Verkörperung der großen Göttin, die alles Leben schenkt, hatten großen spirituellen sowie sozialen Einfluss. Sie standen den so genannten Clanhäusern vor und über die Mutterlinie wurden alle Erbschaftsverhältnisse geregelt.

Männer, als Verkörperung des Liebhabers der Göttin, der seinen Samen gibt, um die Welt zu befruchten, standen mit den Frauen auf gleicher Stufe.

Das Ideal dieser Zeit waren nicht Status und Besitz, sondern Mütterlichkeit und Fürsorglichkeit. Gewählte Vertreter beider Geschlechter zeichneten sich durch ein besonders hohes Maß an sozialer Kompetenz und Fürsorglichkeit aus.

Ihren sinnlichen, erotischen Mythen nach, die die Grundlage ihrer ekstatischen Kultur bildeten, pflanzte die große Göttin einen heiligen Feigenbaum auf die Erde, dessen samenreiche, süße, saftige Frucht die Göttin selbst repräsentierte.

In religiösen Riten und Zeremonien wurden diese Früchte als Symbol des Fleisches und des Nektars der Göttin verzehrt.

Gelebte, ekstatische Liebe und Sexualität wurden stets in Huldigung an das Leben selbst praktiziert.

Viele Statuetten und Figuren mit ausgeprägten Rundungen, die überall auf der Welt gefunden wurden, zeugen von dieser in Vergessenheit geratenen Kultur.

Wer sich hier vertiefende Informationen wünscht, dem seien wärmstens die Bücher von Heide Göttner-Abendroth ans Herz gelegt.

Wie aus der lebenspendenden Göttin ein grausamer Gott wurde

Ungefähr wischen 1800 und 1000 vor Christus brachte ein kleiner, kriegerischer Nomadenstamm, genannt die Hebräer, Monotheismus in den Nahen Osten.

In Kanaan, dem Land wo Milch und Honig fließen, sahen sie die Kanaaniter der großen Göttin huldigen. Eine Weile lang lebten die beiden Religionen koexistent nebeneinander, bis sich nach und nach, durch kriegerische Auseinandersetzungen, das Patriarchat und damit die Verehrung des patriarchalen, männlichen, kriegerischen Gottes um sich griff.

Aus Feigenbaum, Göttin und ausschweifender Feierei wurden Apfelbaum, verbotene Frucht und Erbsünde.

So einfach geht das…

Die Schlange, in vielen alten Kulturen Symbol für die Befreiung durch Sexualität (siehe: Kundalini) wurde zum Symbol für Verführung, Arglist und den Teufel selbst.

Die Erlangung von Wissen, welches uns zu befreien vermag, wurde die Erbsünde schlechthin. Eva aß schließlich nicht von irgendeinem stinknormalen Apfelbaum. Nein, sie aß vom Baum der Erkenntnis – woraufhin beide aus dem Paradies flogen. Wir erinnern uns.

Aus dieser wundervollen Schöpfungsmythe ergibt sich für uns Menschen nur ein Schluss: schuldig und schambehaftet, getrennt von Gott und der Anbindung an unsere Lebensenergie (wir erinnern uns aus Teil 1: Sexuelle Energie = Lebensenergie) einem eifersüchtigen, rachsüchtigen Gott gehorchen, der nur durch blinden Gehorsam und alleinige Macht zufriedenzustellen ist.

Tun wir das nicht, werden wir zur ewigen Marter in die Hölle gesteckt.

Was danach geschah

Die weitere Einflussnahme der patriarchalen Religionen und die endgültige Vernichtung des göttlich weiblichen und damit der Sinnlichkeit, den ekstatischen Riten und dem tiefen Verständnis einer beseelten Welt erreichte ihren Höhepunkt im späten Mittelalter und der Renaissance durch Inquisition, Hexenverbrennung und Missionierungsfahrten.

Die konstante Verlinkung von Sexualität mit dem Teufel und die kompensatorische, erotisierte Folter und Ermordung von Millionen von Frauen im Namen der Religion steht in direktem Kontakt zu der heutzutage vorherrschenden und groteske Ausmaße annehmenden sexuellen Gewalt!

Die Verdammung und Dämonisierung unserer Sexualität in den Schattenbereich unserer kollektiven Menschenseele kann einzig und allein nur zu einer Stauung unserer vitalen Kräfte führen.

Diese in uns gestaute Kraft sucht sich dann entweder andere, destruktive Ventile zur Entladung, wie körperliche und sexuelle Gewalt, Machtmissbrauch, Perversion und kriegerische Handlungen. Oder sie wendet sich selbstzerstörerisch gegen unser eigenes Inneres – durch Sucht, Depression, Krankheit, Selbstverleugnung und übermäßigen Gehorsam.

Und jetzt?!

Ich weiß, dass dies zuerst einmal wirklich viel zu verdauen ist, wenn man sich noch nie intensiver mit der Geschichte und dem Zusammenhängen von sexualisierter Gewalt mit der Unterdrückung unserer vitalen Lebenskraft in der Form der Sexualität auseinandergesetzt hat.

Mir ist es wichtig, dass du verstehst, dass ich niemanden verurteilen möchte!

Ich möchte die Kirche und die etablierten Religionen nicht verurteilen. Ich möchte die Männer nicht verurteilen – selbst die nicht, die selbst gewalttätig waren oder sind, denn auch sie sind Opfer einer außer Kontrolle geratenen Entwicklung.

Ich habe selbst alle Arten von Missbrauch mindestens einmal in meinem Leben erfahren und ich bin solidarisch mit allen Überlebenden von Missbrauch und Gewalt.

Verurteilen und das Verweilen in der Opferrolle bringt uns an diesem Punkt der Entwicklung der Welt jedoch einfach keinen Schritt weiter!

Alles, was ich möchte, ist, das Licht des Bewusstseins in diesen Schattenbereich unserer kollektiven Menschenseele scheinen lassen – um Sexualität von Scham, Schuld, Sünde und Perversion und damit von Gewalt und Missbrauch zu befreien.

Alles, was ich möchte, ist, der Sinnlichkeit und der Sexualität wieder auf ihren rechtmäßigen, heiligen Platz zu verhelfen, wo sie hingehören, um unserem Leben und unserer Selbstwerdung zu dienen.

Alles, was ich möchte, ist, den Frieden zwischen Mann und Frau, Frau und Mann wieder herzustellen, so dass sie gemeinsam für eine bessere Welt einstehen und sich gegenseitig auf dem Weg zu Frieden, Freiheit, Liebe, Ekstase und einer lebenswerteren Zukunft unterstützen können!

Diesem Weg habe ich mein ganzes Leben, mein Herz, meine Seele, meinen Körper, meine Handlungen und all meine Kraft gewidmet!

Mein Aufruf an dich

Nun zu dir, meine Freundin, mein Freund.

Ich möchte dich einladen, mich auf diesem Weg der ekstatischen Revolution zu begleiten. Ich möchte diesen Weg gemeinsam mit dir und vielen anderen gehen. De facto kann ich diesen Weg gar nicht allein gehen. Ich brauche dich – ich brauche euch!

Ich brauche jede und jeden einzelnen von euch für diese Revolution.

Wer mich kennt, weiß, dass ich das hier nicht schreibe, weil ich Bock habe, Führer oder Guru zu spielen – glaub mir, das habe ich absolut nicht! Es bringt mich absolut an die Grenzen jeder nur denkbaren Komfortzone, dieses Manifest mit der Welt zu teilen… Aber ich muss es tun weil es das ist, wofür ich auf diesen verrückt gewordenen Planeten gekommen bin.

Es geht hier nicht um mich. Es geht um jede und jeden einzelnen von euch. Um eure und unsere Kinder. Um eure und unsere Welt. Um unser gemeinsames Boot Erde, in dem wir alle zusammen sitzen, denn:

FRIEDEN BEGINNT IN JEDEM EINZELNEN VON UNS

Ich möchte, dass jeder einzelne von euch seine persönliche Macht zu sich zurückholt, von dort, wohin auch immer er sie abgegeben hat.

Ich möchte, dass DU wieder strahlst!

Das letzte Geheimnis

Vielleicht erinnerst du dich, dass ich in Teil 1 die Enthüllung des letzten, großen Geheimnisses angekündigt habe, welches dir den Erfolg deiner persönlichen, ekstatischen Revolution sichert. Und du wirst verstehen, warum es notwendig war, zuerst die Entwicklungsgeschichte zu skizzieren, bevor ich dieses Geheimnis lüfte und meinen Aufruf starte.

Das, was du neben den bewährten Techniken des Tantra, deinen fünf eingebauten Weltwundern und deinem konstanten Fokus auf die darüber vermittelten Sinneseindrücke im Hier und Jetzt brauchst, ist:

Eine starke Gemeinschaft!

Ja, meine lieben. Die Zeit der Einzelkämpfer und der einsamen Wölfe ist vorbei!

Einzig und allein in starken, unterstützenden Gemeinschaften können wir unsere Kräfte bündeln, um den Herausforderungen, vor die uns diese Zeit stellt, gewachsen zu sein. Den persönlichen Herausforderungen, genau so wie den globalen.

Wir müssen uns Tag für Tag sowohl selbst als auch gegenseitig daran erinnern, dass das Leben kein Schlachtfeld ist, sondern ein wundervoller, bunter, vielseitiger Abenteuerspielplatz.

Wir müssen die alten, ausgedienten Phrasen durch neue, dienlichere Affirmationen ersetzen:

  • Es darf auch leicht sein

  • Ekstase ist unser Geburtsrecht

  • Das Herz kennt den Weg

  • Liebe ist der Schlüssel

  • Genuss ist überall zu finden

  • Das Leben ist ein wundervolles Freudenfeuerwerk

Wir müssen einander dabei unterstützen zu heilen. Unsere eigenen Wunden, die unserer Ahnen und die unserer kollektiven Seele.

Nochmal: Ich bin weder Guru noch Führer dieser Gemeinschaft! Die Welt, von der ich träume, kennt nur Selbstbestimmung und Eigenmacht im Einklang mit dem großen Ganzen.

Auch wenn das vielleicht in deinen Ohren alles wahnsinnig pathetisch klingt, ist es im Grunde ganz simpel.

Ich bin einfach nur hier, um zu inspirieren. Ich bin einfach nur hier, um euch zu erinnern. Ich bin einfach nur hier um euch durch meine eigene Geschichte zu ermutigen und dein Vertrauen in dich selbst zu stärken.

Wenn ich es geschafft habe, mich aus einer, je nach Phase, misantrophischen, hass- und rachephantasien pflegenden, wütenden, ständig gegen sich und andere kämpfenden Bestie oder einem verlorenen, hoffnungslosen, vor Selbstablehnung triefenden Opfer in ein ekstatisches, strahlendes, starkes, mutiges und auf allen Ebenen gesundes Wesen zu verwandeln, kannst du das auch! Dann kann das jeder! Egal, von wo er startet.

Ich sage nicht, dass es leicht wird – ich sage nur, dass es sich lohnt!

Ich habe fünf lange Jahre intensivster Transformation hinter mir – und ich bin noch lange nicht am Ende dieser Reise. Jedoch dachte ich vor fünf Jahren, dass ich NIE, niemals das Level an Stabilität, Selbstliebe, Lebensfreude, Lebendigkeit, Verbundenheit und innerer Ruhe erreichen würde, welches ich jetzt schon erreicht habe!

Der tantrische Weg hat hieran einen großen Anteil. Diesen Weg möchte ich dir in der ekstatischen Revolution auf einfache, bodenständige und sinnvolle Weise näherbringen, damit du tief in dir erkennst:

Ekstase ist dein Geburtsrecht!

Wenn du dem zustimmst, komm und werde Teil der sinnlichen Revolution!